Fazit Wahlkampf

Ich möchte hier mal ein Fazit vom Wahlkampf ziehen. Was lief gut und was lief schlecht?

Infostände

Wir haben zwahlreiche Infostände gemacht. Wirklich lohnen tuen diese sich aber nur in Offenburg, vielleicht noch in Kehl (abgesehen von verkaufsoffenen Sonntagen. Dann würden auch andere Städte interessant werden).
Dennoch muss man ja überall Präsenz zeigen. Nur wie? Mir fiel auf, dass andere Parteien das folgendermaßen handhaben: Supermärkte. Nur weiß ich nicht, ob und wieviel Geld die Händler wollen und ob das über Vitamin B ging. Dennoch eine effektivere Möglichkeit. Gerade für kleinere Orte. Morgens 3 Stunden vor dem Edeka stehen und der ganze Ort kennt einen ;). Zeitersparnis garantiert.

Plakate

Bei Plakaten kann man es schnell machen: Wir brauche mehr. Wir hatten etwas mehr als 100 Stück pro Wahlkreis (außer man griff selbst noch in die Tasche). Viel zu wenig. Klar, mehr war nicht drin, dennoch. Vor allem deshalb mehr um Schwund ersetzen zu können. Bei uns hieß es: Was weg ist, ist weg. Ein Nachplakatieren gab es nicht.

Flyer/Wahlprogramme

Auch hier: Wir brauchen mehr. Allerdings nur, wenn man die auch an Haustüren verteilt bekommt. Hier braucht es mehr Manpower. Vor allem aber Planungssicherheit. Wir hatten ursprünglich mit maximal 1000 Flyer pro Wahlkreis gerechnet. Und kurz vor der Wahl bekam ich unverhofft nochmals Post; 3000 Flyer. Die Zahlen müssen vorher feststehen. Hier sollte man individueller bestellen und erst den Bedarf vor Ort ermitteln.
Ähnlich verhält es sich bei den Wahlprogrammen. Pro Wahlkreis gab es 100 Stück. Für mich schon eigentlich viel zu viel (50 wären schon zu viel gewesen). Wenn dann paar Tage vor der Wahl nochmals 600 Stück kommen, dann strauchelt man. Aber ich habe sie losbekommen. Allerdings nur indem ich meine Füße geopfert habe (Stichwort: Blasen an den Füßen).

Kandidatenflyer/Kandidatenplakate

Hielt ich für wichtig. Da wo ich die verteilt habe, kannte man mich auch schon. Aber auch so: Man muss der Partei ein Gesicht geben. Schließlich wählen die Menschen ihre Abgeordneten. Und das sind Menschen (jaja, keine doofen Witze…). Hier war es nur einigen Kandidaten personell und finanziell möglich was zu machen.

Großplakate

Großplakate sind wichtig. Schließlich hat das jede große Partei. Wir hatten LKW-Planen aufgestellt, die bedruckt waren. Einerseits gut, weil sie wiederverwendbar sind. Andererseits Murks, weil es enormen Aufwand bedeutet diese aufzustellen. Wir hatten pro Wahlkreis eines, was auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist.
Gerne wieder, gerne mehr, aber ab sofort nur noch professionell mit Unternehmen. Ich stelle keine mehr selbst auf. Übrigens: Das in Offenburg ist kaputt. Wurde zerschnitten…

Firmen- und Ortsbesuche

Was wir gar nicht gemacht habe und auch ich nicht umsetzen konnte, waren Besuche bei Unternehmen oder bei gesellschaftlichen Gruppen. Sowas sollte in Zukunft dazu gehören.

Bürgermeisterbesuche

Ab sofort müssen die auch zum Pflichtprogramm gehören. Ich habe leider nur einen Termin geschafft. Aber der hatte sich gelohnt. Viel gelernt und konnte einige Themen an Beispielen der Gemeinde vertreten.

Amtsblätter

Amtsblätter sind oft, zumindest hier in der Region, Blätte in denen Termine in der Region zu finden sind. Sie gehen in der Regel an alle Haushalte. Dort hatte ich, zumindest für die Kehler Dörfer, meine Termine drin stehen. Kostenlos! Flyer kann man darüber auch verteilen. Meist sehr günstig und auffallend, da das Amtsblatt gelesen wird und nicht wie andere Prospekte gleich in den Müll wandert oder der kleine Parteiflyer im Getümmel der großen Unternehmen untergeht.

Litfaßsäulen

Könnte man mieten. Kostenpunkt weiß ich nicht. Sind aber auch gute Werbeträger. Auffallend und günstiger als Großplakate, mit fast der selben Wirkung.

Kino-/TV-/Radiowerbung

Außer die Kontingente bei den öffentlichen Anstalten gab es nur wenig mehr. Gut TV-Werbung macht auf landesebene wenig Sinn, Radio dagegen umso mehr. Zu einer Bundestagswahl muss TV-Werbung auf allen Kanälen laufen. Das machen auch nur große Parteien. Ähnliche Wirkung wie Großplakate: „Die gibt es ja wirklich und scheinen kein kleiner Zupfelhaufen.“

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