Kandidatur für das Amt des Politischen Geschäftsführers

Nach langem Überlegen, habe ich mich dazu entschlossen für den Landesvorstand zu kandidieren. Hier möchte ich das Amt des Politischen Geschäftsführers bekleiden.

In der Vergangenheit habe ich zahlreiche Vorschläge zur Verbesserung der Pressearbeit gemacht. Viele davon wurden auch umgesetzt, was mich freut. Meine Ideen als PolGF habe ich in ein Pressekonzept gegossen, welches ich veröffentlicht habe.
Ziel soll es sein, dass Aufgaben klar verteilt werden. Das macht uns insgesamt schneller und flinker und entlastet auch die Presseleute. Bisher arbeiten alle Aktiven in der Pressearbeit alle Aufgaben ab. Ich habe die Sorge, dass wir einzelne Leute überfrachten oder sie sich selbst zu viel zumuten und dann ausbrennen.

Viel Entlastung können wir durch gute Planung erleichtern. Inzwischen läuft das mit unserem Terminplanungspad ganz gut. Ich will das so beibehalten und am Anfang eines Monats regelmäßig mumbeln. In diesen Mumble-Sessions sollen Ideen kanalisiert und strukturiert werden, damit diese auch einschlagen können. Hier soll auch jeder aufgerufen werden, seine Ideen dann einzubringen. Die Termineinladungen werden möglichst breit gestreut.

Pressearbeit in die Breite bringen

Eine wichtige Aufgabe wird sein, die Pressearbeit nicht nur auf Landesebene, sondern im ganzen Land zu forcieren. Gerade die lokale Pressearbeit ist elementar und wir verschenken hier gehörig Potential. Tageszeitungen sind die auflagenstärksten und am intensivsten gelesenen Zeitungen. Diese so stark zu vernachlässigen, können wir uns einfach nicht leisten.
Deshalb will ich mir die für die Pressearbeit im Land Verantwortlichen schnappen und mit ihnen intensiv zusammenarbeiten und mich austauschen. Voneinander lernen ist hier das wichtigste Credo.
Auch will ich Presseschulungen durchführen – an den Unterlagen und Materialien arbeite ich bereits. Jede Lokalgruppe und jeder KV soll fit für die Bundestagswahl gemacht werden. Auch die Bundestagskandidaten will ich schulen. Auch hier ist Austausch wichtig. Viele von uns haben bereits kandidiert und ihre Erfahrungen gemacht. Diese sollten wir teilen und durch neue Ideen, die die Kandidaten haben, die das Abenteuer Kandidatur zum ersten Mal erleben, ergänzen.

Der Politische Geschäftsführer ist politisch

Die Amtsbezeichnung lautet Politischer Geschäftsführer. So verstehe ich sie auch – politisch. Das heißt nicht, dass der Vorstand das Programm schreibt (das müsst ihr selbst machen :P), sondern, dass politische Arbeit vorbereitet wird. So will ich zu möglichst vielen Themen Veranstaltungen durchführen (wie bei dem UrhR-Treffen damals z.B.). Das wird vermutlich der Schwerpunkt für die Zeit nach der BTW sein. Der Grund: Vor der BTW haben wir mit Kandidatenschulungen (zu zig Themen), Agendasetting,… genügend zu tun.

Nicht immer die größte Keule

Stellt euch einen Strand vor. An diesem Strand ist ein Rettungsschwimmer. Ein kleiner Junge im Wasser ruft um Hilfe, obwohl er keine benötigt. Der Rettungsschwimmer springt ins Wasser und stellt fest, dass der Junge ihn geneckt hat. Der Junge wiederholt das Spiel drei Mal. Beim vierten Mal brüllt er abermals um Hilfe. Diesmal reagiert der Rettungsschwimmer nicht mehr. Der Junge wird tot an den Strand gespült.
Der kleine Junge ist die Piratenpartei. Der Rettungsschwimmer sind die Journalisten.

Was will ich damit sagen? Es ist mir wichtig, dass unsere PMs eine hohe Qualität aufweisen. Nicht nur schreibtechnisch, auch inhaltlich. Wir haben leider den Hang in vielen PMs zu dick aufzutragen. Wir verurteilen auch den kleinsten Piep immer „auf Schärfste“ und machen uns damit lächerlich. Ich will nicht, dass uns Journalisten irgendwann nicht mehr ernst nehmen.

Teile diesen Inhalt:

  1. Blog Kommentator

    Warst du nicht der der sagte, dass er nach der BTW austreten würde. Hast du nicht auch erst vor kurzem gesagt, dass es nicht mehr deine Partei wäre?

    Ich halte eine solche Einstellung in Verbindung mit deinem öffentlichen Auftreten für nicht vorteilhaft und auch nicht als Empfehlung für dich als Pol.GF!

    Kommentar des Autors: Die Kritik mag ja berechtigt sein. Ihre Wirkung erfaltet sie übrigens wesentlich besser, wenn man sie Aug zu Aug äußert 😉

    Antworten
  2. tauss

    Gähn. Der „man müsste mal, man könnte mal, man sollte mal“ Ministalinist Hense will politischer Geschäftsführer werden. Passt zum gegenwärtigen Vorstand. Stört nicht.

    Antworten
  3. SchwabenPirat

    Erst nach der BTW austreten wollen und jetzt als Politischer Geschäftsführer kandidieren – die Inkonsequenz in Person.

    Mit deinen Aktionen im vergangenen Jahr hast du dich selbst disqualifiziert.

    Kommentar des Autors: Die Kritik mag ja berechtigt sein. Ihre Wirkung erfaltet sie übrigens wesentlich besser, wenn man sie Aug zu Aug äußert 😉

    Übrigens: Sich hier mit einer Vorstandsadresse der PiratenBW auszugeben, ist richtig schlechter Stil.

    Antworten
  4. egal

    Guten Tag Hr. Hense.

    Werden Sie nach der Bundestagswahl nun austreten und dann ein mögliches Amt niederlegen oder werden Sie das Amt bis zum Ende durchführen?

    Gruß,
    Ein Journalist

    Kommentar des Autors: Netter Versuch. Journalisten wissen, wie sie mich unter Angabe ihres Namens und des Mediums, für das sie tätig sind, erreichen.

    Antworten
  5. @kpeterlka

    Ich finde es gut, dass du deine Einstellung vom negativen „Nach der BTW trete ich aus der Piratenpartei aus“ zum Positiven „Ich kämpfe um meine Ziele in der Piratenpartei“ geändert hast.

    Ich empfinde Menschen, die ihre Positionen und ihre Einstellungen Reflektieren und, gegebenenfalls, auch ändern, ohne willfährig und oder beliebig in ihren Positionen zu werden, als Bereicherung.

    Auch wenn ich nicht weiß, ob ich dich wähle, so begrüße ich deine Kandidatur auf jeden fall.

    Antworten
  6. AufrichtigerPirat

    Du kündigst deinen Austritt an, kritisierst Führungspersonen in Vorständen ÖFFENTLICH, du kritisierst in Reden an Parteitagen.

    Du äußerst laufend(!!!) ÖFFENTLICHE(!!) Kritik und bist damit wohl das Gegenteil eines richtigen, anständigen PIRATEN!

    AUFRICHTIGE Piraten wählen dich zum Glück nicht und unserem LV bleibt damit auch ein LINKSRUTSCH in der Pressearbeit erspart!

    Kommentar des Autors: Sicher aufrichtiger, als feige hier anonym Kritik zu äußern 😉 Wahrscheinlich sind die Hate-Kommentare hier eh alle von einer Person 😀

    Antworten
  7. Lisa

    Ich find es ziemlich schade, dass du die berechtigen Fragen nach deiner „Ich trete am Tag der Bundestagswahl aus“-Aussage nicht beantwortest, sondern lediglich darauf eingehst, dass die Kommentare nicht unter Klarnamen erfolgt sind oder dir persönlich gesagt wurden.

    Kommentar des Autors: Es ist hier ein recht durchsichtiges Spiel, was hier gespielt wird. Das Tolle: Ich muss nicht mitspielen. Ich muss mich an meinen Hatern (und das SIND Hasskommentare) nicht aufgeilen.
    Im Übrigen habe ich dir die Frage schon beantwortet: Aufgaben, die ich übernehmen, führe ich zu Ende.

    Antworten
  8. johnny nogo

    Norbert Hense polarisiert bei den (baden-würtembergischen)Mitgliedern. Das ist allerdings relativ, wenn man bedenkt, dass die gesamte Partei derzeit ihre Mitglieder polarisiert. So what?

    Norbert Hense ist ein junger Pirat, kein alter wie auch immer erfahrener Hase im politischen Geschäft und somit macht er vielleicht auch mal den ein oder anderen Fehler. Das ist allerdings relativ, wenn man bedenkt, dass viele der „alten Hasen“ derzeit haufenweise politische Fehler machen. So what?

    Die Piratenpartei will transparent sein, wie immer das letztendlich definiert sein wird und gelingt. Politisch will sie auch sein, das gelingt derzeit kaum. Norbert Hense ist beides. Transparent und politisch. Seine sehr direkte Meinung zu aktuellen Dingen lassen sich in seinem Blog nachvollziehen, man kann sich somit ein klares Bild machen. Nicht jedem in Amt und Würden gelingt das ähnlich. So what.

    Auch Norbert Hense ist in der Situation, dass er als Kandidat den Spagat zwischen Anspruch und der (sich permanent wandelnden) Wirklichkeit der Partei aushalten muss. Das relativiert dann auch Aussagen bzgl. seiner Austrittsdrohung nach der BTW2013. Ihn ausgerechnet auf diese Aussage zu reduzieren ist einseitig und entlarvt das Selbstbeschäftigungsproblem der Partei. Wer seine Blogs liest, seine Tweets und Äußerungen in der Presse beobachtet, weiß zwichen getätigten Aussagen und politischen Botschaften zu unterscheiden. So what?

    Was disqualifiziert ihn also für den Job des Politischen Geschäftsfühers? Sein Alter? Sein politischer Standpunkt? Seine politische Streitlust? Seine Direktheit? Seine oben vorgestellten Ideen eines schlagkräftigen Konzepts?

    Nobert Hense scheint bei den „Kernaktiven“ zu polarisieren. Wenn er nicht gewählt wird, ist das vielleicht nicht unbedingt sein Problem, sondern das Problem der anderen, die nicht verstehen wollen, dass es im politischen Geschäft zu polarisieren gilt… und zwar zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle!

    Ich war ein Jahr ein beobachtender, passiver, bloggender, twitternder Pirat. Wollte mich der Partei langsam nähern. Ende vergangenen Jahres hab ich alles beendet, den Blog und den Twitteraccount gelöscht, verfolge nur noch selten das politische Tun der Piraten. Und was soll ich sagen? Sie gibt es tatsächlich, die berühmte „Filterbubble“. Würde ich nichtg ab und zu selbst nachlesen, sie würden im realen Alltag der breiten Öffentlichkeit ABSOLUT NICHT stattfinden. „Piraten? Ach ja, die? Das war mal was, damals….“

    Der Grund sind übrigens nicht unbedingt ihre unterschiedlichen Mitglieder mit eigenen Ansichten. Die gibts in jeder Partei. Schuld ist der selbstverordnete Seiltanz zwischen politisch absolut richtigen Zielen (Bürgerrechte,etc.)und gleichzeitiger Installierung unausgereifter, strukureller Konzepte, wie Demokratie im „Idealfall“ funkioniert(SMV,LQFB). Das hätte Zeit gehabt, ein bischen mehr Strukur 1.0 (Deliegierte) wäre kein Beinbruch gewesen. Alles gleichzeitig anzugehen mag ein hehres Unterfangen sein, die aktuell brennenden politischen Ziele und Stärken der Partei müssen so aber kaputt gehen. Beim vorhandenen (politischen?) Personal der Partei bis auf wenige Ausnahmen sowieso.

    Aber hier gehts ja um Norbert Henses Kandidatur. Beschäftigt Euch also mit der politischen Frage, ob er das Zeug dazu hat und eine Chance verdient, aber bitte nicht mit dieser dämlichen Reduzierung auf seine Rücktrittsdrohungen am Tag der BTW 2013.

    Jeder hat so seine Macken und macht Fehler, schaut doch einfach mal in Euren Spiegel,

    Ihr Unfehlbaren 😉

    Antworten
  9. yxcv

    Du hast dich in den letzten Monaten leider negativ entwickelt.

    Das du KritIker hier versuchst, mit üblen Methoden, mundtot zu machen, bestätigt meine Ansicht. Aus einem Piraten mit Zukunft wurde einer, der sich be Gruppen wie den dunkelroten Mannheimern anbiedert.

    Hau einfach ab aus meiner Partei.

    Kommentar des Autors: Nach IP-Adresse aus den USA und Lodon, darf ich nun Grüße in die Schweiz versenden. So dunkelrot sind die Mannheimer gar nicht und ich teile mit ihnen noch lange nicht alle politischen Inhalte 😉 Wen mache ich wie mundtot? All dies feigen Nonsens-Kommentare sind freigeschalten. Auch dieser. Da staunste, was?

    Antworten
  10. Lisa

    Es geht nicht um Unfehlbarkeit. Es geht darum, dass Außenwirkung wichtig ist und Norberts Aussagen auf Twitter eine massive Außenwirkung hatten. Jemanden der unbedacht solche Aussagen trifft, kann ich nicht ruhigen Gewissens in eine öffentlichkeitswirksame Position wählen, da ich mir Sorgen machen muss, dass er das wieder tut.

    Und sorry Norbert, deine Erklärung reicht mir dafür einfach nicht. Als weiterer Punkt kommt für mich persönlich dazu, dass deine Kommunikation (ja, das Thema hatten wir mehrfach) nach innen für mich persönlich nicht tragbar ist.

    Kommentar des Autors: Außenwirkung ist wichtig, ja. Aber nicht das Wichtigste. Das Wichtigste ist, dass man sich treu bleibt. Ich mache seit 4 Jahren Pressearbeit. Seit 4 Jahren hier im Kreis erfolgreich. Mehrfach als Kandidat zu Wahlen. Meine PMs werden zu 90% abgedruckt. Irgendwas muss ich richtig machen, oder nicht?

    Du musst mich ja nicht wählen 😉

    Ich finde klüngelnde und intransparente Landesvorstände wesentlich untragbarer 😉

    Antworten
  11. kommentar

    lisa – versuchst du dich mit deinen kommentaren selbst für eine kandidatur als politische geschäftsführerin in stellung zu bringen?
    würdest du tatsächlich kandidieren wäre das ganz schlechter stil

    Antworten
  12. Klischeepunk

    Ich hoffe du verzeihst, dass ich nicht zu dir fahr‘ um dir die Kritik unter die Nase zu reiben. Selbstverständlich sollte man das tun, wer arbeitet/kommentiert/flamed schon im Internet? Ist ja nicht so als wären wir bei den Piraten.

    Du bezeichnest deine Kritiker hier offen als Feiglinge und weist deutlich darauf hin, das deren Kritik nicht ernst genommen wird. Das ist auch so ziemlich das was ich von dir kenne.

    Ich nehme nun Konkret was du auf der BWmist an mich gerichtet hattest „sei doch so nett wie du im RL bist“ – ich kann auch im RL anderst, sehe aber keinen Grund dazu. Vornehmlich nicht, wenn wir uns treffen um zu arbeiten, da hab ich besseres zu tun als mich mit irgendwelchen unwichtigen Hanseln zu streiten. „Unwichtig“ geht dabei nicht an dich, sondern generell bin ich der Auffassung, dass jede Person die Ziel dieses Streits sein könnte nicht relevant genug ist, relevantes zu unterbrechen oder zu verhindern.
    Kurz: „Ich kann mit jedem arbeiten, was ich von der Person halte spielt dabei keiner Rolle“ – wenige Ausnahmen. Du wirst mir diesen Post auch beim nächsten RL treffen nicht anmerken.

    Ich hoffe damit deiner ersten Antwort begegnet zu sein. Egal weiter.
    Du bist unreflektiert, dafür laut. Du akzeptierst die Tatsache nicht, dass man sich gegen dich entscheidet. Du kennst keine Grenzen. Du siehst dich grundsätzlich als Opfer, egal was der Hintergrund ist und auch egal ob es um dich geht – und insbesondere egal ob du Aggressor bist.

    Du leistest trotzdem an stellen gute Arbeit, das werde ich dir auch nicht absprechen. Die Art und Weise empfinde ich trotzdem oftmals als diskutabel, aber das soll mich nicht kratzen. Du bist aber ne Person von der ich mich nie vertreten sehen werde, nie vertreten sein will und vorallem mit der ich nie auf dieser ebene zusammenarbeiten müssen will – aus vorgenannten Gründen.

    So, Hatemail oder was auch immer fertig. Du kannst es unter „geht mir am Arsch vorbei“ verbuchen oder was auch immer. Ich denke es folgt eine übliche Reaktion in der dir einfällt wieso ich das Arschloch bin und alles ist gut. So long,

    Gruß Dave

    Antworten
  13. Lisa

    @kommentar: Ich sehe Norberts Blog nicht als Ort das auszudiskutieren, aber: Seid wann kandidiert man bei den Piraten GEGENeinander? Eine Kandidatur, so sehe ich das zumindest, ist immer nur ein Angebot an die Basis, ein „ich würde den Job machen“ und keine Machtposition um die man sich prügeln müsste. Sofern ich tatsächlich für irgendwas kandidiere, dann weil ich a) das Angebot machen will die Arbeit zu machen und b) weil ich nicht genug geeignete Kandidaten sehe die ich selber wählen will.

    Antworten
  14. Würmtalpirat

    Ich danke jedem Kandidaten der Partei für seine Bewerbung, auch wenn ich ihm nicht meine Stimme gebe…

    Dein Engagement lobe und bewundere ich, ob Du mal Deinen Austritt angekündigt (angedroht?) hast ist mir eigentlich egal, aber den Fragen solltest Du nicht ausweichen, eine plausible Erklärung dafür hast Du doch sicher?!?

    Im Fall Deiner Wahl sollte Vergangenes erstmal beigelegt und nur und vor allem Deine Arbeit im Amt bewertet werden.

    Und Austritt (oder Rücktritt)… man machts oder beisst sich auf die Lippe.

    Antworten

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld